Präsentationen souverän meistern

Lampenfieber – so kommen Sie damit klar!

Die Hände sind feucht, das Herz rast, der Atem ist flach und im Bauch macht sich dieses flaue Gefühl breit. Hallo Lampenfieber! Bye bye Souveränität!

Dabei sollten wir Lampenfieber nicht einfach als bösen Wirkungskiller verfluchen, denn im richtigen Maß hat die Nervosität vor wichtigen Terminen durchaus auch etwas Nützliches.

Nervosität und Lampenfieber untergraben unsere überzeugende Wirkung

Ich habe in meinem Berufsleben schon hunderte Präsentationen gehalten. Trotzdem bin ich immer wieder nervös – mal mehr, mal weniger. Die wenigsten von uns sind als „Rampensäue“ geboren, die es lieben, vor Publikum zu sprechen und performen. Nervosität ist wenig hilfreich, wenn es darum geht, auf den Punkt konzentriert und souverän zu sein, um überzeugend zu wirken. Ein wichtiger Kundentermin, ein Vorstellungsgespräch oder Gehaltsverhandlungen mit dem Chef sind solche Anlässe.

Lampenfieber ist ein Helfer auf dem Weg zu Höchstleistungen

Andererseits sind Lampenfieber und Nervosität gut, denn das dabei ausgeschüttete Adrenalin hilft uns, konzentriert und fokussiert zu sein. Neben der Muskulatur wird auch das Gehirn besser durchblutet und erhält mehr Sauerstoff. Nutzen Sie ein angemessenes Maß an Lampenfieber zu Höchstleistungen, die dadurch möglich werden. Die Natur hat das perfekt eingerichtet.

Wie immer im Leben: Auf das richtige Maß kommt es an

Es gibt zwei Punkte, die mir geholfen haben, mit Lampenfieber und übermäßiger Nervosität klar zu kommen und sie auf das richtige Maß zu reduzieren:

  • Akzeptieren Sie Ihre Nervosität
  • Machen Sie Visualisierungsübungen

 Lampenfieber akzeptieren

Begrüßen Sie Ihr Lampenfieber und Ihre Nervosität freundlich als Helfer. Geben Sie ihnen einige Zeit vor dem wichtigen Termin den Raum, den sie brauchen. Spüren Sie in sich hinein und freuen Sie sich über die extra Konzentrationsfähigkeit und den Fokus, den Sie jetzt haben.

Visualisieren Sie

Eine halbe Stunde vor dem Termin machen Sie Visualisierungsübungen. Stellen Sie sich vor, wie Sie Ihre Präsentation souverän und mit Freude halten und danach in die interessierten und wohlwollenden Gesichter Ihrer Zuhörer blicken. Oder wie sich Ihr Kunde für dieses Gespräch bei Ihnen bedankt und den Vertrag unterschreibt. Oder wie Sie mit der Zusage für den neuen Job nach Hause fahren. Bauen Sie so viele realistische Details wie möglich ein und genießen Sie das gute Gefühl.

Falls Sie dann immer noch mehr Nervosität und diffuse Ängste fühlen, als Ihnen gut tut, gibt es einen Trick, dem übermäßigen Adrenalin Herr zu werden: Sie brauchen einen guten Schuss Oxytocin im Blut, einen Gegenspieler des Adrenalin. Oxytocin  wird durch menschliche Nähe ausgeschüttet. Natürlich können Sie jetzt schlecht Ihren Kunden oder den Chef umarmen. Aber da unser Gehirn nicht zwischen Realität und bildlicher Vorstellung unterscheiden kann, hilft es schon, sich eine Umarmung mit einem Ihnen wohlgesonnenen Menschen für 20 Sekunden vorzustellen.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und freuen Sie sich auf Ihren nächsten souveränen Auftritt!

 

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