Körpersprache – wirkt nach Außen und nach Innen

Wir haben immer ein Gefühl dafür, wie sich unser Gegenüber gerade fühlt. Und unser Gegenüber, wie wir uns gerade fühlen. Das Erkennen der Körpersprache ist tief in unserem Gehirn verankert, die Fähigkeit, sie zu deuten, kommt aus den Anfängen unserer Entwicklungsgeschichte. Als es das gesprochene Wort noch nicht gab, waren unsere Vorfahren auf das richtige Deuten der Körpersprache ihres Gegenübers angewiesen. Unsere Körpersprache hat somit einen entscheidenden Einfluss auf unsere Kommunikation. Sie ist mitunter entscheidender als unsere Worte.

Ich persönlich finde antrainierte Gesten extrem lächerlich. Sie verraten mir, dass mein Gegenüber nicht hinter dem steht, was er oder sie mir vermitteln möchte. Ich muss dann immer an einen Gebrauchtwagenhändler denken, der versucht, mir einen Schrottwagen als Spitzenmodell anzupreisen.

Als Selbständiger muss man sich aber ständig gut „verkaufen“. Auch in Situationen, in denen wir vielleicht nicht hundert Prozent sattelfest sind oder zumindest glauben, es nicht zu sein. Da ist es wunderbar, dass Körpersprache immer wirkt. Denn unsere Körperhaltung hat nicht nur Wirkung auf unser äußeres Erscheinungsbild, sondern auch auf unsere Befindlichkeit – das haben Forscher nachgewiesen.

Machen Sie doch einmal einen einfachen Test, um die Wirkung zu spüren: Lassen Sie Schultern und Kopf hängen, gehen Sie eine Weile mit gekrümmtem Rücken und heben Sie die Füße dabei kaum an. Halten Sie die Hände vor dem Bauch oder hinter dem Rücken ineinander geschlossen. Sie werden spüren, wie sich Ihre Gefühlswelt Ihrer Körperhaltung anpasst und trübe Gedanken in Ihnen aufziehen. Machen Sie die Gegenprobe: Gehen Sie aufrecht mit balanciertem Kopf, lächeln Sie dabei, lassen Sie die Arme seitwärts locker hängen, und schwingen Sie sie leicht mit. Sie werden sehen: Ihre Stimmung wird sich schnell aufhellen.

Selbstbewusstes und kompetentes Auftreten ist wichtig. Zu wissen, wie wir uns selbst in diese innere und äußere Haltung bringen können, ist ein Plus. Dazu habe ich einen interessanten Beitrag von Amy Cuddy – Professorin an der Harvard Business School – entdeckt, den ich Ihnen hier ans Herz legen möchte.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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