Dresscode

Dresscode im Business: Eine Frage der Wirkung

Wofür ist ein Dresscode im Business eigentlich gut?

Viele verziehen beim Wort „Dresscode“ ein bisschen angewidert das Gesicht. Zurecht?

Die Argumente sind oft: „Das ist was für Spießer“ oder „Ich lasse mich nicht in ein Schema pressen und ziehe an, worin ich mich wohl fühle.“ Ich kann das gut nachvollziehen, bin aber der Meinung, dass diese Sichtweise ein wenig kurz gesprungen ist. Gerade für Selbständige, die jeden Tag mit ihren Kunden in Kontakt sind, lohnt es sich, einmal genauer darüber nachzudenken.

Historische Entwicklung des Dresscodes

Die ersten verbindlichen Kleiderordnungen entstanden bereits im Altertum – hier wurde an bestimmten Merkmalen der Kleidung der soziale Status erkennbar gemacht.

Später manifestierten sie sich mit der Entstehung der Stände: Zunft- und Gildetrachten etablierten sich. In vielen Ländern gab es vom 15. bis 17. Jahrhundert strenge Regeln, die den Untertanen allzu prächtige Gewänder untersagten. Spanien und Frankreich verboten belgische Spitzen. Erst die französische Revolution von 1789 erschütterte die althergebrachte Kleiderordnung.

Anders als in der ursprünglichen Bedeutung der Kleiderordnung, nämlich die Festlegung bestimmter Stände, findet der Dresscode heutzutage seinen Nutzen im Arbeitsleben, sowie im Rahmen gewisser Veranstaltungen. 

Was wir tragen ist Teil unserer Kommunikation

Unsere Kommunikation läuft auf der verbalen sowie auf der non-verbalen Ebene. Die non-verbale Ebene wird schneller wahrgenommen und instinktiv entschlüsselt. Sie trifft ältere Gehirnteile (logisch, den der Mensch konnte ja sehen, bevor er die Sprache erfand) und hat einen nachhaltigen Effekt auf unser Gegenüber. Neben unserer Körpersprache ist unsere Kleidung ein wichtiger Teil dieser non-verbalen Kommunikation.

Über unsere Kleidung können wir auch unsere Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe ausdrücken. Wir signalisieren: „Ich gehöre zum gleichen Stamm wie Du.“

Durch Ähnlichkeiten entsteht Sympathie

Gehört jemand zum gleichen „Stamm“ und tickt ähnlich wie wir selbst, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass wir diesen Menschen sympathisch finden. Wir glauben zu wissen, was uns erwartet und fühlen uns dadurch sicher. Deshalb geben wir Menschen, die uns sympathisch sind, auch einen Vertrauensvorschuss. Hätten Sie diesen nicht gerne auch von Ihren Kunden und Interessenten?

Wissen Sie, wie Sie auf Ihre Wunschkunden wirken? Und stimmt diese Wirkung mit der Botschaft überein, für die Sie stehen (wollen)?

Darum finde ich es durchaus sinnvoll, sich mit dem Dresscode der Branche auseinanderzusetzen, aus der Ihre Wunschkunden kommen. Nicht, um als Klon rumzulaufen, sondern um sich bewusst zu machen, wie die eigene Erscheinung auf Kunden und Interessenten wirken könnte.

Ein gutes Beispiel für die Wirkung von Kleidung im Business ist Steve Jobs, bekanntermaßen Gründer von Apple und CEO eines Multimilliarden Dollar Unternehmens. Sein Erscheinungsbild in den letzten Jahren war unter anderem geprägt von Jeans und schwarzem Rollkragenpullover. Steve Jobs trug nicht den üblichen maßgeschneiderten Dreiteiler mächtiger Businessmänner, er setzte mit seinem Outfit klare Signale Richtung Zielgruppe und stärkte damit auch die Botschaft der Marke. Es geht bei Apple um Kreativität, es geht um Innovation, es geht um das Anderssein, es geht um die Abgrenzung zu den Mitbewerbern.

Fazit: Tragen Sie doch was Sie wollen, aber tun Sie es bewusst!

Tipp: 

Ich empfehle statt eines stereotypen Businessoutfits ein „Poweroutfit“: Das Ziel ist es, ein Outfit zu finden, in dem Sie sich gut und sicher fühlen und das die richtigen Signale an Ihr Gegenüber sendet.

Ein solches Poweroutfit unterstreicht Ihre Persönlichkeit, die Farben lassen Sie lebendig und frisch wirken, der Schnitt schmeichelt Ihrer Figur. Nichts kneift und es knittert nicht.

Damit fühlen Sie sich selbstsicher und strahlen das auch aus.

Ich empfehle, immer mindestens ein komplettes Poweroutfit für wichtige Tage im Schrank zu haben, auf das Sie blind zugreifen können.

MEHR WIRKUNG. MEHR SICHERHEIT. MEHR ERFOLG.

Weiter Überlegungen zu diesem Thema:

http://ausdruckswerk.de/10-fragen-die-sie-sich-vor-der-naechsten-shoppingtour-stellen-sollten/

 

 

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